Über das Werk
Oper in zwei Akten von Walter Braunfels nach Aristophanes' Komödie „Die Vögel“, Libretto vom Komponisten. Braunfels begann die Arbeit 1913 und vollendete die Partitur während des Ersten Weltkriegs; die Uraufführung leitete Bruno Walter am 30. November 1920 am Nationaltheater München.
Handlung
Zwei enttäuschte Menschen suchen bei den Vögeln ein besseres Leben und überreden diese, mit dem Wiedehopf als König eine eigene Stadt in den Wolken zu errichten und sich gegen die Götter aufzulehnen. Der Plan scheitert: Zeus zerstört die Stadt mit einem Gewitter, und die Vögel unterwerfen sich wieder der göttlichen Ordnung, während einer der beiden Menschen, berührt vom Gesang der Nachtigall, in der Vogelwelt zurückbleibt.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung wurde zum großen Erfolg für Braunfels: Allein in München folgten binnen zweier Jahre über fünfzig Vorstellungen, weitere Inszenierungen in Berlin, Wien und Köln (unter Otto Klemperer) schlossen sich an. Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet das Werk in Vergessenheit und kehrte erst ab den 1970er Jahren zurück auf die Bühnen.