Über das Werk
„Die Verwandlung“ ist eine Erzählung von Franz Kafka, die er im November/Dezember 1912 in Prag schrieb. Sie erschien zuerst im Oktober 1915 in der Zeitschrift „Die weißen Blätter“ und im selben Jahr als eigenständiges Buch im Kurt Wolff Verlag. Schauspielfassungen bringen den Prosatext seither in unterschiedlichen Bearbeitungen auf die Bühne, ohne dass die Erzählung selbst eine Uraufführung im theatralen Sinn hätte.
Handlung
Der Handlungsreisende Gregor Samsa erwacht eines Morgens als riesiges Insekt und kann seinen Beruf nicht mehr ausüben. Während seine Familie zunächst noch mit ihm umzugehen versucht, wird er zunehmend eingesperrt, vernachlässigt und als Last empfunden. Gregors körperlicher und seelischer Verfall über drei Kapitel endet mit seinem Tod, worauf sich die Familie erleichtert einer neuen Zukunft zuwendet.
Kulturelle Bedeutung
Die Erzählung gilt als die längste zu Kafkas Lebzeiten veröffentlichte abgeschlossene Prosaarbeit und als eine seiner bekanntesten und meistinterpretierten Arbeiten überhaupt, von psychoanalytischen Deutungen des Vater-Sohn-Konflikts bis zu soziologischen Lesarten über Entfremdung in der modernen Arbeitswelt. Sie prägt bis heute Literatur, Musik und bildende Kunst und gilt neben ihrem Werktitel auch sprachlich als Ursprung des Begriffs „kafkaesk“.
