Über das Werk
Die Verschwörung des Fiesco zu Genua ist ein Trauerspiel von Friedrich Schiller, das er 1782/83 im Anschluss an „Die Räuber“ verfasste. Die Uraufführung übernahm 1783 Gustav Friedrich Wilhelm Großmanns Schauspieltruppe am kurfürstlichen Hoftheater in Bonn; das Mannheimer Nationaltheater folgte erst im Januar 1784.
Handlung
Genua, 1547: Der alte Doge Andrea Doria wird von seinem machtgierigen Neffen Gianettino bedroht. Graf Fiesco stellt sich an die Spitze einer Verschwörung gegen die Tyrannei, verfolgt dabei aber selbst zwiespältige Ambitionen zwischen Befreiung und eigener Herrschaft. Der überzeugte Republikaner Verrina misstraut ihm zunehmend.
Kulturelle Bedeutung
Schiller schrieb zwei Schlüsse: In der Buchfassung tötet Verrina den machthungrigen Fiesco, die Bühnenfassung endet mit dessen Verzicht auf die Macht zugunsten der Republik. Nach 1790 wurde diese Fassung wegen ihrer republikanischen Sprengkraft mehrfach verboten; heute zählt das Stück zu den seltener gespielten Schiller-Dramen.
