Über das Werk
Die Verlobung im Kloster ist eine komische Oper in vier Akten von Sergei Prokofjew nach Richard Brinsley Sheridans Theaterstück „The Duenna"; das Libretto verfasste der Komponist gemeinsam mit Mira Mendelson. Die Arbeit begann 1940, wurde durch den Krieg unterbrochen und 1943 in Alma-Ata fortgesetzt; die Uraufführung fand am 3. November 1946 am Kirow-Theater in Leningrad unter der Leitung Boris Chaikins statt.
Handlung
Im Sevilla des 18. Jahrhunderts will der wohlhabende Don Jerome seine Tochter Luisa mit dem reichen, aber unattraktiven Fischhändler Mendoza verheiraten, obwohl sie den mittellosen Antonio liebt. Mithilfe ihrer Duenna und einer Reihe von Verkleidungen und Verwechslungen entkommt Luisa der arrangierten Ehe; am Ende finden sich in einem Kloster gleich drei Paare zusammen, darunter auch Luisas Bruder Ferdinand mit seiner Clara.
Kulturelle Bedeutung
Trotz ihres heiteren, unpolitischen Stoffs geriet die Oper 1948 zusammen mit anderen Werken Prokofjews unter den Verdacht des „Formalismus" und wurde in der Sowjetunion lange kaum gespielt. Erst mit den westlichen Erstaufführungen in New York (1948) und London (1963) sowie späteren Festivalproduktionen erhielt das Werk zunehmende Aufmerksamkeit außerhalb Russlands.
