Über das Werk
Posse mit Gesang in drei Aufzügen von Johann Nestroy, uraufgeführt am 13. April 1839 im Theater an der Wien als Benefizvorstellung für Nestroys Lebensgefährtin Marie Weiler; die Musik schrieb Adolf Müller senior. Der Theaterwissenschaftler Otto Rommel zählte das Stück später zu den Musterbeispielen der „parodierenden Posse“ des Alt-Wiener Volkstheaters, bei der eine ursprünglich parodistische Anlage ein komisches Eigenleben entwickelt.
Handlung
Den roten Faden bildet die Entführung eines Kindes, die eine Kette von Missverständnissen und Verwicklungen auslöst. Im Zentrum steht dabei der Kampf der Geschlechter, vor allem das Motiv der Eifersucht: Der Holzhacker Lorenz gerät durch eine vermeintliche Begegnung seiner Geliebten mit einem Rivalen in Rage. Erst als in der titelgebenden Faschingsnacht ein Wäschekorb mit einem Kinderkorb verwechselt wird, löst sich alles zum Guten, und das Kind findet zu seinen Eltern zurück.
Kulturelle Bedeutung
Mit 83 Aufführungen bis 1860 gehörte das Stück zu Nestroys erfolgreichsten Werken und gilt als eine seiner ersten Meister-Possen, in denen er das Verwechslungsspiel mit hintergründigem Witz über die Eifersucht verband.