Die Vegetarierin
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Die Vegetarierin

Han Kang
Theater · 2007
Zeitgenossen

Über das Werk

„Die Vegetarierin“ (koreanisch 채식주의자) ist ein dreiteiliger Roman der südkoreanischen Schriftstellerin Han Kang, der am 30. Oktober 2007 bei Changbi in Seoul erschien und auf eine Erzählung der Autorin von 1997 zurückgeht. Auf Deutsch liegt er seit 2016 in der Übersetzung von Ki-Hyang Lee im Aufbau Verlag vor. Für die Bühne bearbeitete ihn 2024 Daria Deflorian auf Italienisch; die deutschsprachige Erstaufführung inszenierte Marie Schleef im Mai 2025 am Wiener Akademietheater.

Handlung

Yeong-hye, eine unauffällige Ehefrau in Seoul, räumt nach einem blutigen Albtraum alle tierischen Lebensmittel aus der Wohnung und isst kein Fleisch mehr. Ihr Mann und ihre Familie reagieren mit Unverständnis, Druck und schließlich offener Gewalt. Die drei Teile „Die Vegetarierin“, „Der Mongolenfleck“ und „Bäume in Flammen“ zeigen das Geschehen aus dem Blick des Ehemanns, des Schwagers, eines Videokünstlers, und der älteren Schwester In-hye, während Yeong-hye sich immer mehr der Nahrung verweigert und davon träumt, zur Pflanze zu werden.

Kulturelle Bedeutung

Die englische Übersetzung von Deborah Smith gewann 2016 den Man Booker International Prize, als erstes Buch nach dessen Umstellung auf die Auszeichnung einzelner Werke, und machte den Roman weltweit bekannt; er ist in mehr als 25 Sprachen übersetzt. Der Mittelteil „Der Mongolenfleck“ erhielt in Korea den Yi-Sang-Literaturpreis, 2009 folgte eine Verfilmung. 2024 wurde Han Kang mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

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5. Oktober 2026 · 6×
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