Über das Werk
Tragödie des Sophokles über den unabsichtlich herbeigeführten Tod des Herakles durch seine Frau Deianeira. Entstehungs- und Aufführungsjahr sind nicht überliefert; die Forschung datiert das Stück uneinheitlich, oft aber in die früheren Schaffensjahre des Sophokles.
Handlung
Deianeira erfährt, dass ihr Mann Herakles die gefangene Iole heimbringt, um sie zur Nebenfrau zu nehmen. Um seine Liebe zurückzugewinnen, bestreicht sie ein Gewand mit dem vermeintlichen Liebeszauber aus dem Blut des Kentauren Nessos – tatsächlich ist es mit dem Gift der Hydra durchtränkt. Herakles stirbt unter Qualen an dem Gewand, Deianeira nimmt sich aus Entsetzen über ihren Irrtum das Leben.
Kulturelle Bedeutung
Die Trachinierinnen teilen motivische Nähe zu Euripides' Alkestis und gehören zu den sieben erhaltenen Tragödien des Sophokles. Das Stück wird heute vor allem wegen seiner Darstellung von Deianeiras tragischem Irrtum und der Grausamkeit des sterbenden Herakles diskutiert.