Über das Werk
Die Thesmophoriazusen wurden 411 v. Chr. bei den Großen Dionysien aufgeführt; über eine Platzierung ist nichts überliefert.
Handlung
Beim reinen Frauenfest der Thesmophorien wollen die Athenerinnen über Euripides beraten, der sie in seinen Tragödien wiederholt schlecht dargestellt hat. Euripides schickt seinen greisen Verwandten, als Frau verkleidet, ins Fest, um ihn dort zu verteidigen. Als der Verkleidete auffliegt und gefangen genommen wird, versucht Euripides ihn mit weiteren Verkleidungen und Szenen aus seinen eigenen Tragödien zu befreien, bis er den Frauen schließlich verspricht, nie wieder schlecht über sie zu schreiben.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück ist reich an Parodien auf Euripides' zeitgenössische Tragödien wie Helena und Andromeda und dreht mit seiner Frauen-Volksversammlung bewusst das übliche Rollenbild der Alten Komödie um.