Die Schutzflehenden
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Die Schutzflehenden

Aischylos
Theater · -463
Tragödie

Über das Werk

Aischylos schrieb „Die Schutzflehenden“ vermutlich um 463 v. Chr. als ersten Teil einer Tetralogie um die Töchter des Danaos, von der nur dieses Stück vollständig erhalten ist; die übrigen Teile, „Die Ägypter“, „Die Danaiden“ und das Satyrspiel „Amymone“, sind nur fragmentarisch überliefert. Lange als ältestes erhaltenes Stück des Aischylos gehalten, wurde die Datierung erst durch einen im 20. Jahrhundert gefundenen Papyrus korrigiert.

Handlung

Die fünfzig Töchter des Danaos fliehen aus Ägypten, um der Zwangsheirat mit ihren Cousins, den Söhnen des Aigyptos, zu entgehen, und suchen in Argos Zuflucht. König Pelasgos steht vor der Entscheidung, ihnen Asyl zu gewähren und damit einen Krieg mit den verfolgenden Ägyptern zu riskieren, oder sie abzuweisen und den Zorn des Zeus als Schutzgott der Schutzflehenden auf sich zu ziehen. Das Volk von Argos stimmt schließlich für die Aufnahme der Frauen.

Kulturelle Bedeutung

Ungewöhnlich für die griechische Tragödie ist die zentrale Rolle des Chors, der hier nicht nur Kommentator, sondern eigentlicher Träger der Handlung ist. 2013 griff Elfriede Jelinek den Stoff in ihrem Stück „Die Schutzbefohlenen“ auf, um die europäische Flüchtlingspolitik zu thematisieren.

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