Über das Werk
Die schlimmen Buben in der Schule ist eine Burleske mit Gesang in einem Akt von Johann Nestroy, die auf dem französischen Vaudeville Le Maître d'école von Lockroy und Auguste Anicet-Bourgeois (1841) beruht. Nestroy schrieb das kurze Stück 1847 für die Eröffnung des neu erbauten Carltheaters, wo es am 10. Dezember desselben Jahres als Teil eines Eröffnungsabends mit mehreren Einaktern uraufgeführt wurde. Die Musik komponierte Michael Hebenstreit.
Handlung
An einer Schlossschule steht eine Prüfung bevor, bei der der Schulgehilfe Franz heimlich Antwortzettel unter den Schülern verteilt. Die Buben vertauschen die Zettel jedoch untereinander, sodass beim Examen lauter falsche Fragen mit auswendig gelernten, aber unpassenden Antworten beantwortet werden. Der schwerhörige Baron als Prüfer bemerkt das Durcheinander nicht und belohnt sämtliche Schüler, während Franz am Ende eine Lehrerstelle und die Tochter des Schuldirektors gewinnt.
Kulturelle Bedeutung
Mit rund hundert Aufführungen bereits im Uraufführungsjahr zählt das Stück zu den erfolgreichsten Einaktern Nestroys und wird bis heute regelmäßig gespielt. In neueren Deutungen wird die Blindheit des tauben Barons gegenüber dem Chaos an seiner Schule auch als Spitze gegen obrigkeitliche Ahnungslosigkeit gelesen.