Über das Werk
Die Riesen vom Berge (italienisch 'I giganti della montagna') ist Luigi Pirandellos letztes, unvollendet gebliebenes Stück, an dem er von 1931 bis zu seinem Tod 1936 arbeitete. Die Uraufführung fand am 5. Juni 1937 im Boboli-Garten in Florenz im Rahmen des Maggio Musicale Fiorentino statt, inszeniert von Renato Simoni; der nur skizzierte dritte Akt wurde nach Pirandellos Notizen von dessen Sohn Stefano zu einem erzählten Prolog verdichtet und der Aufführung vorangestellt.
Handlung
Eine Gruppe von Außenseitern lebt unter der Führung des Magiers Cotrone zurückgezogen in der Villa 'Scalogna'. Als eine wandernde Schauspieltruppe unter der Gräfin Ilse dort Unterschlupf sucht, um ihr Stück von der vertauschten Königssohn-Fabel aufzuführen, treffen zwei Weltentwürfe aufeinander: die aus Fantasie und Traum lebende Gemeinschaft Cotrones und die auf reale Wirkung angewiesene Kunst der Truppe.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück gilt als Pirandellos theatralisches Vermächtnis und Schlüsselwerk zum Verhältnis von Kunst, Fantasie und Wirklichkeit; die deutschsprachige Erstaufführung folgte am 1. Oktober 1949 am Schauspielhaus Zürich.