Über das Werk
Die Rheinnixen (Originaltitel Les fées du Rhin) ist eine romantische Oper in vier Akten von Jacques Offenbach nach einem französischen Libretto von Charles Nuitter, das Alfred von Wolzogen für die Uraufführung ins Deutsche übertrug. Die Premiere am 4. Februar 1864 am Wiener Hofoperntheater (Kärntnertortheater) musste wegen der Erkrankung des Tenors Alois Ander gekürzt und ohne rund eine Stunde Musik gegeben werden.
Handlung
Die Handlung spielt 1522 während des Ritterkriegs am Rhein: Armgard wird von Söldnern unter Konrad von Wenckheim bedroht, während ihr an Gedächtnisverlust leidender Jugendfreund, der Söldnerhauptmann Franz Baldung, sie nicht wiedererkennt. Feenhafte Mächte greifen ein und führen die Handlung zu einer Auflösung, die Krieg und Verlust überwindet.
Kulturelle Bedeutung
Zwei Melodien aus der Oper – ein Trinklied und ein Feenchor – verwendete Offenbach später für die Barcarole und weitere Passagen in „Hoffmanns Erzählungen" wieder. Der Offenbach-Herausgeber Jean-Christophe Keck legte für die kritische Gesamtausgabe sowohl die deutsche Bühnenfassung als auch Offenbachs ursprüngliche französische Version wieder vor.