Über das Werk
Die Piccolomini ist der zweite Teil der Wallenstein-Trilogie, mit der Friedrich Schiller 1799 sein wohl bedeutendstes Drama vollendete. Das Stück wurde am 30. Januar 1799 am Weimarer Hoftheater unter der Regie Goethes uraufgeführt und spielt, wie die gesamte Trilogie, im Winter 1633/34 während des Dreißigjährigen Kriegs in Böhmen.
Handlung
Der kaiserliche Feldherr Wallenstein verhandelt heimlich mit den Schweden gegen seinen Kaiser. Sein engster Vertrauter Octavio Piccolomini bleibt dem Kaiser treu und spioniert gegen ihn, während Octavios Sohn Max sich in Wallensteins Tochter Thekla verliebt. Der Teil endet damit, dass Max sich entschließt, Wallenstein direkt auf dessen Vorhaben anzusprechen.
Kulturelle Bedeutung
Als Vorbereitungsteil der Trilogie entwickelt „Die Piccolomini“ den politischen Kern des Konflikts, während die private Liebesgeschichte von Max und Thekla – eine Erfindung Schillers ohne historisches Vorbild – dem historischen Stoff eine tragische, menschliche Ebene hinzufügt. Bis heute wird die Trilogie oft zu einem einzigen Theaterabend verdichtet.
