Über das Werk
Operette in drei Akten von Oscar Straus nach einem Libretto von Julius Brammer und Alfred Grünwald. Weil die geplante Berliner Uraufführung wegen Inflation und Währungsreform nicht zustande kam, wurde das Werk am 17. November 1923 stattdessen am Theater an der Wien uraufgeführt, mit Fritzi Massary als Cleopatra und Richard Tauber als Silvius.
Handlung
Im antiken Alexandria langweilt sich Königin Cleopatra und lässt sich von ihrem Hofastrologen prophezeien, wessen Liebe ihr die Perle ihres Lebens bringen wird. Sie stellt nacheinander den syrischen Prinzen Beladonis und den jungen römischen Offizier Silvius auf die Probe, bevor mit Marcus Antonius schließlich der wahre Empfänger der Prophezeiung erscheint. Zwischen Intrigen, Verkleidungen und höfischen Wirren entfaltet sich eine ironische Liebesgeschichte um Macht und Verführung.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung traf kurz nach der Entdeckung von Tutanchamuns Grab den Nerv der Zeit und wurde zu einem der großen Erfolge der Saison. Nach dem Zweiten Weltkrieg galt die Operette wegen ihrer freizügigen Handlung lange als anstößig und wurde nur in entschärften Fassungen gespielt, bis die Komische Oper Berlin unter Barrie Kosky die Originalfassung als vernachlässigtes Meisterwerk wiederentdeckte.