Über das Werk
Oper in drei Akten („heitere Mythologie“) von Richard Strauss zu einem Libretto von Joseph Gregor nach einem Entwurf Hugo von Hofmannsthals aus dem Jahr 1920. Komponiert 1938–1940, konnte das Werk wegen des Kriegsverlaufs nur als „öffentliche Generalprobe“ am 16. August 1944 in Salzburg erlebt werden; die eigentliche Uraufführung fand erst am 14. August 1952 bei den Salzburger Festspielen unter Clemens Krauss statt, drei Jahre nach Strauss' Tod.
Handlung
König Midas, dem Jupiter im Tausch für seine Gestalt die Gabe verliehen hat, alles in Gold zu verwandeln, wirbt als vermeintlicher Goldkönig um Danae, die Tochter des verschuldeten Königs Pollux – doch auch Jupiter selbst begehrt sie. Als Danae erkennt, dass sie den armen, aber wahrhaftig liebenden Midas dem Gott und seinem Gold vorzieht, verzichtet Jupiter zugunsten der Liebe.
Kulturelle Bedeutung
Wegen der Theaterschließungen nach dem Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 blieb die „Generalprobe“ 1944 Strauss' einzige Begegnung mit dem fertigen Werk; es gilt als eines seiner letzten großen Bühnenwerke und wird bis heute seltener gespielt als seine früheren Opern.