Die Liebe als Arzt
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Die Liebe als Arzt

Molière
Theater · 1665
Komödie

Über das Werk

Molière schrieb „Die Liebe als Arzt“ 1665 als dreiaktige Ballettkomödie mit Musik von Jean-Baptiste Lully. Die Uraufführung fand am 14. September 1665 vor Ludwig XIV. in Versailles statt, die öffentliche Erstaufführung am 22. September im Théâtre du Palais-Royal in Paris.

Handlung

Sganarelles Tochter Lucinde fällt in Schwermut, weil ihr Vater ihr die Heirat mit dem Mann ihrer Wahl verweigert. Sie stellt sich daraufhin krank; die von Sganarelle gerufenen Ärzte widersprechen sich in Diagnose und Behandlung, ohne ihr zu helfen. Erst ihr Geliebter Clitandre, der sich als Arzt ausgibt, „heilt“ sie mit einer vorgetäuschten Trauung, die Sganarelle für ein bloßes Ritual hält – bis die Täuschung auffliegt und die Heirat bereits vollzogen ist.

Kulturelle Bedeutung

Das Stück ist eine pointierte Satire auf den Ärztestand des 17. Jahrhunderts, dessen Vertreter als gewinnorientiert und in ihren Methoden zerstritten dargestellt werden; einzelne Figuren spielen auf real existierende Pariser Ärzte an. Der italienische Komponist Ermanno Wolf-Ferrari vertonte den Stoff 1913 unter dem Titel „L'amore medico“.

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