Die Letzten
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Die Letzten

Maxim Gorki
Theater · 1910
Drama

Über das Werk

Drama von Maxim Gorki, 1907 auf Capri geschrieben. Die russische Zensur untersagte eine öffentliche Aufführung, sodass die Uraufführung erst am 6. September 1910 am Deutschen Theater Berlin unter der Regie Max Reinhardts stattfand.

Handlung

In der Familie des Polizeichefs Iwan Kolomijzew, der seinen im selben Haus lebenden Bruder Jakow finanziell ausbeutet, zerfallen jede Autorität und jeder gemeinsame Wertekonsens. Iwans Kinder stehen vor der Wahl, den Zynismus des Vaters zu übernehmen oder sich ihm zu entziehen: Tochter Wera wird von einem Polizisten missbraucht und resigniert in eine arrangierte Ehe, Sohn Pjotr verfällt dem Alkohol, nur die gehbehinderte Ljubow löst sich bewusst aus der Familie. Am Ende stirbt Onkel Jakow unbeachtet, während Iwan unberührt bleibt.

Kulturelle Bedeutung

Vor dem Hintergrund der Revolutionen von 1905 und 1917 führt Gorki den Verfall einer autoritären, korrupten Familie als Spiegel einer zerfallenden Gesellschaftsordnung vor. Weil die russische Zensur das Stück zu Hause verbot, war seine Berliner Uraufführung 1910 zugleich seine internationale Bühnenpremiere, Jahre bevor es in Russland gezeigt werden durfte.

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