Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch und von der Jungfrau Fewronija
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Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch und von der Jungfrau Fewronija

Nikolai Rimski-Korsakow
Oper · 1907

Über das Werk

Oper in vier Akten (sechs Bildern) von Nikolai Rimski-Korsakow nach einem Libretto von Wladimir Belski, das die Legenden der heiligen Fewronija von Murom und der vor den Tataren unsichtbar gewordenen Stadt Kitesch verbindet. Komponiert bis 1905, wurde das Werk am 7. Februar 1907 am Mariinski-Theater in Sankt Petersburg uraufgeführt – Rimski-Korsakows letzte zu Lebzeiten erstaufgeführte Oper.

Handlung

Die naturverbundene Fewronija verliebt sich im Wald in Fürst Wsewolod aus der Stadt Kitesch. Der trunkene Grischka verrät die Stadt an die anrückenden Tataren; im letzten Moment erhört ein Wunder Fewronijas Gebet, und Kitesch wird unsichtbar, nur noch als Spiegelbild im See erkennbar. Die verwirrten Tataren ziehen ab, und Fewronija vereint sich in der verklärten Stadt mit den Toten.

Kulturelle Bedeutung

In der Fachpresse wird die Oper wegen der Verbindung von Naturmystik, altrussischem Kirchengesang und Erlösungsthematik gelegentlich als „russischer Parsifal“ bezeichnet und als Apotheose des christlichen Russland ein Jahrzehnt vor dessen Untergang gedeutet. Nach eineinhalb Jahren intensiver Proben wurde die Uraufführung ein außerordentlicher Erfolg; in der Sowjetzeit wurde das Werk oft in gekürzten Fassungen gespielt.

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