Über das Werk
Die lächerlichen Preziösen ist eine einaktige Prosakomödie von Molière, uraufgeführt am 18. November 1659 im Théâtre du Petit-Bourbon in Paris. Das kurze Stück machte Molières Truppe nach Jahren als Wandertheater in Paris rasch bekannt.
Handlung
Der Bürger Gorgibus will seine Tochter Magdelon und seine Nichte Cathos verheiraten, doch die beiden weisen die Bewerber als zu wenig galant zurück, weil sie sich am preziösen Stil höfischer Liebesromane orientieren. Die verschmähten Freier rächen sich, indem sie ihre Diener als vornehme, geistreiche Herren verkleiden. Als der Schwindel auffliegt, werden Magdelon und Cathos bloßgestellt.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück war bereits kurz nach der Premiere ein großer Erfolg am Hof und in Paris und begründete Molières Ruf als Satiriker gesellschaftlicher Moden. Es persifliert die „Préciosité“, eine literarisch-gesellschaftliche Strömung übertriebener Verfeinerung, und gilt als seine erste eigenständig gedruckte Komödie.
