Über das Werk
Molière schrieb „Die Kritik der 'Schule der Frauen'“ 1663 als einaktige Komödie, rund fünf Monate nach seinem Stück „Die Schule der Frauen“. Die Uraufführung fand am 1. Juni 1663 im Théâtre du Palais-Royal in Paris statt.
Handlung
Im Pariser Salon der Uranie diskutieren mehrere Figuren über Molières „Schule der Frauen“: Die prüde Climène wirft dem Stück Sittenwidrigkeit vor, der gelehrte Lysidas bemängelt Verstöße gegen die Regeln der Dichtkunst, ein eitler Marquis lehnt es ab, ohne es gesehen zu haben. Dorante, der als Sprachrohr Molières auftritt, verteidigt die Charakterkomödie gegen akademische Regelkritik und plädiert für das Urteil des Publikums.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück ist Molières unmittelbare Verteidigungsschrift gegen die Kritiker der „Schule der Frauen“ und macht seine Gegner öffentlich lächerlich. Es löste seinerseits die „Querelle de l'École des femmes“ mit weiteren Gegenschriften aus, darunter Boursaults „Le Portrait du peintre“ und Molières eigene Antwort „Das Impromptu von Versailles“.
