Über das Werk
Die Königin von Saba ist eine Oper in vier Akten von Karl Goldmark nach einem Libretto von Salomon Hermann Mosenthal, das lose auf dem 1. Buch der Könige beruht. Die Uraufführung fand am 10. März 1875 an der Wiener Hofoper statt, mit Amalie Materna, Marie Wilt und Gustav Walter in den Hauptpartien.
Handlung
Der junge Assad soll am Hof König Salomos die Prinzessin Sulamith heiraten, verfällt jedoch bei ihrer Ankunft der Königin von Saba. Zwischen Pflicht und Leidenschaft zerrissen, wird er verbannt und irrt in der Wüste umher; Sulamith folgt ihm dorthin und stirbt an seiner Seite, während die enttäuschte Königin von Saba abreist.
Kulturelle Bedeutung
Die Oper machte Goldmark, der bis dahin vor allem als Kammermusikkomponist galt, über Nacht berühmt und wurde bis zur Jahrhundertwende an der Wiener Hofoper mehr als 250-mal gespielt. Ihr an Wagner geschulter, zugleich orientalisch gefärbter Klang begründete Goldmarks Ruf als führenden Opernkomponisten Wiens nach dem Tod von Brahms und Bruckner.
