Über das Werk
Die kleine Hexe ist die Bühnenfassung des gleichnamigen Kinderbuchklassikers von Otfried Preußler aus dem Jahr 1957. Erzählt wird von einer erst 127 Jahre alten – und damit für Hexenverhältnisse blutjungen – kleinen Hexe, die unbedingt zur Walpurgisnacht auf den Blocksberg tanzen möchte. Das darf sie nur, wenn sie beweist, eine „gute Hexe" zu sein. Preußlers warmherzige Geschichte mit ihrem klugen Raben Abraxas gehört zu den beliebtesten deutschen Kinderbüchern und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Als Theaterstück ist „Die kleine Hexe" ein fester Bestandteil der Weihnachts- und Familienspielpläne deutschsprachiger Bühnen.
Handlung
Die kleine Hexe wird beim heimlichen Mittanzen in der Walpurgisnacht erwischt und von den großen Hexen bestraft. Doch man stellt ihr etwas in Aussicht: Wenn sie binnen eines Jahres beweist, eine gute Hexe zu werden, darf sie beim nächsten Mal offiziell mittanzen. Gemeinsam mit ihrem sprechenden Raben Abraxas zieht die kleine Hexe durchs Land und tut, was sie für gute Taten hält: Sie hilft armen Leuten und bestraft böse Förster, Rowdys und herzlose Erwachsene. Bei der Prüfung jedoch verstehen die alten Hexen unter „gut" das genaue Gegenteil – und die kleine Hexe muss sich auf überraschende Weise zur Wehr setzen.
Kulturelle Bedeutung
Otfried Preußlers „Die kleine Hexe" zählt neben „Der Räuber Hotzenplotz" und „Das kleine Gespenst" zu den prägenden Werken der deutschen Nachkriegs-Kinderliteratur und hat Generationen von Leserinnen und Lesern begleitet. Die Geschichte verhandelt kindgerecht die Frage, was eigentlich „gut" und „böse" bedeutet, und stellt sich augenzwinkernd gegen autoritäre Maßstäbe. Auf der Bühne lebt das Stück von Witz, Verwandlungszauber und der sympathischen Aufmüpfigkeit seiner Heldin und bleibt eines der meistgespielten Kinderstücke im deutschsprachigen Raum.
