Über das Werk
Die kleine Hexe ist eine Kinderoper in zwei Akten (2024) von Franz Wittenbrink nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Otfried Preußler (1957), mit einem Libretto von Anne X. Weber und Susanne Lütje. Die Uraufführung fand am 26. Oktober 2024 an der Komischen Oper Berlin (im Schillertheater) in der Regie von Martina Gredler statt. Nach „Pippi Langstrumpf" ist es Wittenbrinks zweite Kinderoper für das Haus.
Handlung
Die kleine Hexe ist mit 127 Jahren eigentlich noch viel zu jung, um mit den großen Hexen in der Walpurgisnacht auf den Blocksberg zu reiten – und tut es trotz der Warnung ihres Raben Abraxas heimlich doch. Die böse Muhme Rumpumpel verpetzt sie bei der Oberhexe, die ihr zur Strafe den Besen wegnimmt, ihr aber auch verspricht: Wird sie bis zum nächsten Jahr eine „gute" Hexe, darf sie mit zur Walpurgisnacht. Gemeinsam mit den Kindern Vroni und Thomas und mit Abraxas tut die kleine Hexe alles, um gut zu werden – und ringt zugleich mit der Frage, was eine „gute" Hexe überhaupt ausmacht.
Kulturelle Bedeutung
Wittenbrink kleidet Preußlers Klassiker um Gut und Böse, Individualität und Gruppenzugehörigkeit in eine eingängige, zwischen Cabaret-Stil, Jazz und Musical changierende Musik – inklusive Markttreiben, Waldtier-Chor und Walpurgisnacht. Das Werk führt die Tradition der alljährlich an der Komischen Oper Berlin uraufgeführten Kinderopern fort und begeistert junges wie erwachsenes Publikum gleichermaßen.
