Über das Werk
Die Holländerinnen ist eine Theaterfassung nach dem gleichnamigen Roman von Dorothee Elmiger, der 2025 mit dem Deutschen Buchpreis, dem Schweizer Buchpreis und dem Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Das Deutsche Theater Berlin bringt den Stoff 2026 auf die Bühne (Premiere 16. Oktober 2026). Elmigers Text ist weniger klassischer Erzählroman als eine vielschichtige Reflexion über das Erzählen selbst.
Handlung
Eine namenlose Schriftstellerin erhält den Anruf eines gefeierten Theatermachers, der sie für ein waghalsiges Projekt gewinnen will: In einem mittelamerikanischen Regenwald soll das Verschwinden zweier niederländischer Studentinnen szenisch rekonstruiert werden. Die Erzählerin schließt sich der Theatertruppe auf ihrem Weg ins Innere des Dschungels an. Aus dieser Rahmenhandlung fächern sich zahlreiche Geschichten über Furcht, Gewalt, Verlorenheit und das Versagen der Erzählungen auf – ein Text, der die Grenzen zwischen Wirklichkeit, Rekonstruktion und Fiktion bewusst verwischt.
Kulturelle Bedeutung
Dorothee Elmigers Roman zählt zu den meistausgezeichneten deutschsprachigen Werken des Jahres 2025 und gilt als bildgewaltige, verstörende Meditation über die (Ohn-)Macht des Erzählens. Die Bühnenadaption am Deutschen Theater überführt diese verschachtelte Erzählstruktur ins Theater – ein Stoff, dessen Kern, eine Theatertruppe bei der Nachstellung eines realen Falls, ohnehin auf das Theater selbst verweist.
