Über das Werk
Die Hochzeit des Camacho ist eine komische Oper in zwei Akten von Felix Mendelssohn Bartholdy und sein einziges für die öffentliche Bühne vollendetes Opernwerk. Den ersten Akt schrieb er bereits 1824/25 als Fünfzehnjähriger, die Ouvertüre folgte im Februar 1825. Die Uraufführung fand am 29. April 1827 im Königlichen Schauspielhaus Berlin statt, mit einem von der Theaterleitung überarbeiteten Libretto.
Handlung
Die Handlung folgt einer Episode aus Cervantes' „Don Quijote“: Der reiche Camacho soll die junge Quiteria heiraten, die jedoch den armen Studenten Basilio liebt. Bei der Hochzeitsfeier täuscht Basilio eine tödliche Verwundung vor und lässt sich, scheinbar sterbend, rasch mit Quiteria trauen, bevor er sich als unverletzt erweist. Don Quijote und Sancho Pansa, die als Hochzeitsgäste zugegen sind, geraten in die Verwicklungen; am Ende verzichtet Camacho auf Quiteria, da eine Ehe ohne Liebe ihm ohnehin kein Glück gebracht hätte.
Kulturelle Bedeutung
Die einzige Vorstellung scheiterte an der Erkrankung des Sängers der Don-Quijote-Partie; enttäuscht vom Verlauf des Abends, verzichtete Mendelssohn darauf, weitere Aufführungen anzusetzen. Das Werk blieb zeitlebens unveröffentlicht und geriet in Vergessenheit – bis heute wird nahezu ausschließlich die Ouvertüre konzertant gespielt.