Über das Werk
Die Hochzeit ist ein Einakter Anton Tschechows nach seiner eigenen Erzählung „Die Hochzeit mit dem General“ von 1884. Er entstand 1889 und erschien 1890 zunächst in einer lithografierten Moskauer Ausgabe für den privaten Gebrauch; die frühesten belegten Bühnenaufführungen fanden erst 1902 am Alexandrinski-Theater in Sankt Petersburg und am Korsch-Theater in Moskau statt. Die deutschsprachige Erstaufführung folgte 1928 in Braunschweig.
Handlung
Bei einer Hochzeitsfeier beklagt der Bräutigam das Fehlen standesgemäßer Gäste, während die Brauteltern über einen Versicherungsagenten einen General als Ehrengast engagieren lassen wollen. Statt eines Generals erscheint jedoch nur ein pensionierter Fregattenkapitän; ein langweiliger, aufdringlicher Gast und finanzielle Unstimmigkeiten bringen das Fest schließlich zum Eklat.
Kulturelle Bedeutung
Der Einakter verspottet die auf gesellschaftlichen Schein bedachten Hochzeitsbräuche des russischen Kleinbürgertums und wurde bereits zu Tschechows Lebzeiten in mehrere Sprachen übersetzt.
