Über das Werk
„The Duchess of Malfi" ist eine Rachetragödie des englischen Dramatikers John Webster, entstanden um 1612/13 für die Theatertruppe The King's Men. Uraufgeführt wurde sie um 1613/14 zunächst im Blackfriars-Theatre, danach auch im Globe Theatre; gedruckt wurde der Text erst 1623, in einer für die Bühnenfassung gekürzten Form.
Handlung
Die verwitwete Herzogin von Malfi heiratet heimlich und gegen den Willen ihrer Brüder ihren Verwalter Antonio – eine Liebe, die den starren Standesregeln der Zeit widerspricht. Als ihre Brüder, der machtbesessene Ferdinand und ein Kardinal, die Heirat entdecken, lassen sie die Herzogin und ihre Kinder ermorden. Der Rachefeldzug endet im allgemeinen Blutbad, dem am Ende auch die Täter selbst zum Opfer fallen.
Kulturelle Bedeutung
Die Tragödie gilt neben Shakespeares Werk als eine der bedeutendsten der jakobäischen Bühne und wird oft als deren dunkelste beschrieben. Bis heute zählt sie zu den meistgespielten Stücken dieser Epoche außerhalb Shakespeares und wird regelmäßig neu inszeniert, unter anderem von der Royal Shakespeare Company.
