Die Heimkehr aus der Fremde
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Die Heimkehr aus der Fremde

Felix Mendelssohn Bartholdy
Oper · 1829

Über das Werk

Die Heimkehr aus der Fremde ist ein einaktiges Liederspiel von Felix Mendelssohn Bartholdy nach einem Libretto seines Freundes Karl Klingemann. Der zwanzigjährige Komponist schrieb es 1829 während eines wetterbedingt verlängerten Aufenthalts in Wales als Geschenk zur Silberhochzeit seiner Eltern. Die Uraufführung fand am 26. Dezember 1829 im privaten Berliner Wohnhaus der Familie vor rund 120 Gästen statt, mit Mendelssohn selbst am Dirigentenpult.

Handlung

In einem deutschen Dorf gibt sich der Landstreicher Kauz als der seit Jahren vermisste Soldat Hermann aus, Sohn des Bürgermeisters Schulz, um dessen Mündel Lisbeth zu heiraten. Als der echte Hermann, als wandernder Musikant verkleidet, zurückkehrt und von Lisbeth erkannt wird, fliegt der Schwindel nach mehreren Verwechslungen auf, und das Stück endet mit der Vereinigung der Liebenden.

Kulturelle Bedeutung

Bei der Uraufführung sangen Mendelssohns Schwestern Fanny und Rebecka die Frauenrollen, Familienmitglieder und Freunde die männlichen Partien; einziger professioneller Sänger war der Tenor Eduard Mantius. Mendelssohn hielt das Werk – auch als Reaktion auf den Misserfolg seiner Oper „Die Hochzeit des Camacho“ – bewusst privat und ließ es erst nach seinem Tod veröffentlichen; die erste öffentliche Aufführung fand am 10. April 1851 in Leipzig statt, die englische Fassung „Son and Stranger“ von Henry F. Chorley noch im selben Jahr in London. Die Ouvertüre und Kauz' Arie „Ich bin ein vielgereister Mann“ gehören bis heute zum Repertoire.

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