Über das Werk
Die Harmonie der Welt ist Paul Hindemiths letzte große Oper, ein Lebensbild des Astronomen und Mathematikers Johannes Kepler nach einem Libretto des Komponisten selbst. Hindemith destillierte daraus vorab die gleichnamige Sinfonie von 1951, bevor er die Oper 1956/57 vollendete. Die Uraufführung am 11. August 1957 im Rahmen der Münchner Opernfestspiele im Prinzregententheater dirigierte er selbst.
Handlung
Die Oper verfolgt Kepler zwischen 1608 und 1630 durch Prag, Württemberg, Linz und Sagan: seine Arbeit am Hof Kaiser Rudolfs II., den Hexenprozess gegen seine Mutter Katharina, seine Ehe mit Susanna und seine Dienste für den Feldherrn Wallenstein. Am Ende, nach Keplers Tod, erscheinen die Figuren als Himmelskörper in einer musikalischen Vision der Sphärenharmonie.
Kulturelle Bedeutung
Das Werk bündelt Hindemiths lebenslange Beschäftigung mit der pythagoreischen Idee einer kosmischen Harmonie der Welt und schließt mit einer groß angelegten Passacaglia. Es gilt als Summe seines Spätwerks für die Opernbühne.