Die großmütige Tomyris
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Die großmütige Tomyris

Reinhard Keiser
Oper · 1717

Über das Werk

Barockoper (Dramma per musica) in drei Akten von Reinhard Keiser, seine 68. Oper, nach einem Libretto von Johann Joachim Hoë auf Grundlage eines italienischen Textes von Domenico Lalli. Die Uraufführung fand im Juli 1717 an der Oper am Gänsemarkt in Hamburg statt; 1723 folgte eine überarbeitete Fassung mit zusätzlichen Arien von Giovanni Bononcini.

Handlung

Die verwitwete Königin Tomyris der Massageten wird von zwei Königen umworben, liebt aber heimlich ihren Feldherrn Tigranes. Verkleidet erscheint die persische Prinzessin Meroë am Hof, um den Tod ihres Vaters Cyrus zu rächen. Nach zahlreichen Verwechslungen offenbart sich, dass Tigranes in Wahrheit Tomyris’ verloren geglaubter Sohn ist, und die Oper endet mit versöhnlichen Hochzeiten.

Kulturelle Bedeutung

Die Titelpartie sang bei der Uraufführung die gefeierte Sopranistin Margaretha Susanna Kayser, eine der prägenden Stimmen der Gänsemarktoper jener Jahre. Der Großteil der Musik steht in Da-capo-Form; eine kritische Ausgabe der Partitur erschien 1975 im Henle-Verlag.

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