Die Gewehre der Frau Carrar
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Die Gewehre der Frau Carrar

Bertolt Brecht
Theater · 1937
Drama

Über das Werk

Bertolt Brecht schrieb das Einakter-Drama 1937 im dänischen Exil, angeregt von seinem Mitarbeiter Slatan Dudow und in Zusammenarbeit mit Margarete Steffin. Als Vorbild diente John Millington Synges „Reiter ans Meer“; ursprünglich hieß das Stück „Generäle über Bilbao“. Die Uraufführung fand am 16. Oktober 1937 in der Pariser Salle Adyar statt, mit Helene Weigel in der Titelrolle; die deutsche Erstaufführung folgte erst 1946 in Berlin.

Handlung

Die Fischerswitwe Teresa Carrar will sich und ihre beiden Söhne aus dem Spanischen Bürgerkrieg heraushalten und hält die Gewehre ihres gefallenen Mannes versteckt, obwohl ihr Bruder Pedro sie den Regierungstruppen übergeben will. Als ihr älterer Sohn Juan beim Fischen von einem Kriegsschiff der Franco-Truppen erschossen wird, ändert Carrar abrupt ihre Haltung: Sie holt die Gewehre und zieht mit Pedro und ihrem jüngeren Sohn José an die Front.

Kulturelle Bedeutung

Brecht reagierte mit dem Stück auf das Massaker von Málaga und demonstrierte seine These, dass Neutralität zwischen Tätern und Opfern unmöglich ist. Zu Lebzeiten zählte es zu seinen meistgespielten Werken und steht bis heute regelmäßig auf deutschsprachigen Spielplänen.

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