Die Geschichte vom wahren Menschen
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Die Geschichte vom wahren Menschen

Sergei Prokofjew
Oper · 1948

Über das Werk

Die Geschichte vom wahren Menschen ist Sergei Prokofjews letzte vollendete Oper, komponiert 1947/48 nach Boris Polewois gleichnamiger Erzählung über den realen Kampfflieger Alexei Maressjew; das Libretto schrieb der Komponist mit Mira Mendelson. Eine geschlossene, konzertante Voraufführung vor Funktionären fand am 3. Dezember 1948 am Kirow-Theater Leningrad statt; öffentlich und szenisch wurde das Werk erst am 7. Oktober 1960, postum, am Bolschoi-Theater Moskau gezeigt.

Handlung

Der sowjetische Jagdflieger Alexei wird im Zweiten Weltkrieg abgeschossen und verliert beide Beine, kämpft sich aber tagelang durch den Wald zu seinen Truppen zurück. Trotz Prothesen und anfänglicher Zweifel an seiner Flugtauglichkeit erkämpft er sich mit eisernem Willen die Rückkehr in die Luftwaffe und fliegt erneut Kampfeinsätze.

Kulturelle Bedeutung

Prokofjew wollte mit bewusst schlichten, volksliedhaften Melodien den Vorgaben der sowjetischen Kulturpolitik entgegenkommen; dennoch wurde die Oper bei der geschlossenen Voraufführung 1948 von Funktionären verrissen und blieb zu Lebzeiten des Komponisten unaufgeführt. Erst die postume Bolschoi-Premiere 1960 verhalf dem Werk zu einem festen, wenn auch bescheidenen Platz im sowjetischen Repertoire.

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