Über das Werk
Die gelehrten Frauen ist eine fünfaktige Verskomödie von Molière, uraufgeführt am 11. März 1672 im Théâtre du Palais-Royal in Paris – eines seiner letzten großen Versstücke.
Handlung
Der junge Clitandre liebt Henriette, doch deren Mutter Philaminte und Tante Bélise, die sich fast ausschließlich für Literatur und Philosophie interessieren, wollen sie stattdessen mit dem eitlen Dichter und Gelehrten Trissotin verheiraten. Als Onkel Ariste einen finanziellen Ruin der Familie vortäuscht, zieht Trissotin seine Bewerbung zurück, und Philaminte erkennt sein eigentliches Interesse am Vermögen der Familie. Henriette und Clitandre dürfen heiraten.
Kulturelle Bedeutung
Mit der Figur des Trissotin, einer Anspielung auf den Molière-Kritiker Charles Cotin, führt das Stück die Auseinandersetzung mit Bildungsanspruch, Preziosität und literarischer Eitelkeit fort, die Molière bereits in früheren Werken führte, und zählt zu seinen bedeutendsten Charakterkomödien.
