Über das Werk
Die Gefährtin ist ein Schauspiel in einem Akt, das Arthur Schnitzler ab 1896 aus seiner 1894 veröffentlichten Novelle Der Wittwer entwickelte. Die Uraufführung war am 1. März 1899 am Burgtheater Wien, im selben Programm wie Der grüne Kakadu und Paracelsus.
Handlung
Professor Robert Pilgram trauert um seine verstorbene Frau Eveline und hält sie in der Erinnerung für seine treue Gefährtin. Im Gespräch mit der Nachbarin Olga und dem befreundeten Arzt Alfred muss er erkennen, dass Eveline ihm eigene Geheimnisse verschwiegen hatte; sein Bild der Ehe erweist sich als Selbsttäuschung.
Kulturelle Bedeutung
Von den drei an diesem Abend uraufgeführten Einaktern erhielt Die Gefährtin laut Schnitzlers Tagebuch den stärksten Beifall. Der Kritiker Alfred Kerr lobte gerade das bewusste Aussparen und Verschweigen als dramaturgisches Mittel, das die Kluft zwischen Schein und Wirklichkeit in der bürgerlichen Ehe sichtbar macht.