Über das Werk
Aristophanes' Komödie wurde 405 v. Chr. bei den Lenäen aufgeführt und mit dem ersten Preis ausgezeichnet – eine seltene Ehre, denn das Stück durfte danach noch einmal bei den Dionysien wiederholt werden. Er schrieb es kurz nach dem Tod des Euripides und des wenig zuvor verstorbenen Sophokles, als Athen im Peloponnesischen Krieg auch um seine kulturelle Zukunft bangte.
Handlung
Der Theatergott Dionysos reist, verkleidet als Herakles und begleitet von seinem Sklaven Xanthias, über den Fluss Styx in die Unterwelt, um den verstorbenen Euripides zurückzuholen und die athenische Tragödie zu retten. Dort gerät er zwischen die verfeindeten Dichter Aischylos und Euripides, die in einem Wettstreit um den Ehrensitz der Tragödie ihre Verse gegeneinander abwägen. Am Ende bricht Dionysos seinen ursprünglichen Plan und bringt stattdessen Aischylos mit an die Oberwelt zurück.
Kulturelle Bedeutung
Die Frösche gelten als eines der wirkungsmächtigsten Zeugnisse antiker Literaturkritik, weil sie Stilfragen der Tragödie unmittelbar zur komischen Bühnenhandlung machen. Das Stück wirkte bis in spätere Bearbeitungen wie Stephen Sondheims gleichnamiges Musical (1974, überarbeitet 2004 am Broadway).
