Über das Werk
Zwei Bücher des französischen Autors Édouard Louis über die Emanzipation seiner Mutter Monique bilden die Vorlage: „Die Freiheit einer Frau“ (französisch «Combats et métamorphoses d'une femme», 2021) erzählt, wie sie sich von ihrem ersten gewalttätigen Partner löst, „Monique bricht aus“ («Monique s'évade», 2024) von einer erneuten Flucht aus einer Gewaltbeziehung. Jan Friedrich entwickelte daraus am Nationaltheater Mannheim eine Bühnenfassung mit fünf männlichen Darstellern, die abwechselnd die Mutter spielen; Premiere war am 21. Februar 2026.
Handlung
Der Sohn blickt auf das Leben seiner Mutter zurück, die Jahrzehnte in Armut und unter häuslicher Gewalt in einem nordfranzösischen Industrieort verbrachte. Mit seiner Unterstützung findet sie die Kraft, ihre Partner zu verlassen und sich aus Unsichtbarkeit und Abhängigkeit zu befreien.
Kulturelle Bedeutung
Die Vorlagen setzen die autobiografische Reihe fort, mit der Édouard Louis seit „Das Ende von Eddy“ Armut, Männlichkeit und Klassenherkunft verhandelt; erstmals rückt darin nicht der Sohn, sondern die Mutter ins Zentrum der Erzählung.
