Über das Werk
Zauberspiel in zwei Akten von Johann Nestroy, Fortsetzung seines Erfolgsstücks „Der böse Geist Lumpazivagabundus“. Nestroy schrieb es 1834 als Benefizvorstellung für seine Lebensgefährtin Marie Weiler; die Uraufführung fand am 5. November 1834 im Theater an der Wien statt, mit Nestroy selbst als Knieriem und Wenzel Scholz als Zwirn.
Handlung
Zwanzig Jahre nach den Ereignissen des Vorgängerstücks stellt der Feenkönig Stellaris dem bösen Geist Lumpazivagabundus eine Bedingung: Nur wenn die Kinder der einst verkommenen Handwerksgesellen Zwirn, Knieriem und Leim ebenfalls sittenlos geraten, darf er die Fee für sich gewinnen. Zwischen Liebesverwicklungen, Geldsorgen und väterlichem Fehlverhalten erweist sich die junge Generation jedoch tugendhafter als befürchtet.
Kulturelle Bedeutung
Die Behörden ließen das Stück Anfang 1835 zeitweise zensieren, ehe es als moralisch unbedenklich wieder freigegeben wurde. Die zeitgenössische Kritik urteilte über die Handlung uneins, lobte aber die Darsteller; die Nachwelt zählt besonders die Figur des Knieriem zu den einprägsamsten in Nestroys Werk.