Über das Werk
Dürrenmatt schrieb die zweiteilige Komödie um 1950. Erst der Bühnenbildner Teo Otto überzeugte Ende 1951 den Intendanten der Münchner Kammerspiele, Hans Schweikart, von dem Stück, das am 26. März 1952 unter Schweikarts eigener Regie uraufgeführt wurde.
Handlung
Staatsanwalt Florestan Mississippi überführt die Witwe Anastasia des Giftmords an ihrem Mann und macht ihr, selbst Mörder seiner ersten Frau, einen Sühneantrag: Gemeinsam wollen sie das mosaische Gesetz gegen eine verkommene Gesellschaft durchsetzen. Um die beiden kreisen Anastasias Jugendliebe, der trunksüchtige Tropenarzt Graf Übelohe-Zabernsee als Verkörperung christlicher Liebe, und der Weltrevolutionär Saint-Claude, der die absolute Gleichheit predigt; am Ende vergiften sich Mississippi und Anastasia gegenseitig.
Kulturelle Bedeutung
Die Münchner Uraufführung wurde zu Dürrenmatts erstem großen Bühnenerfolg und brachte ihm internationale Anerkennung über die Schweiz hinaus; die vier Hauptfiguren gelten als allegorische Gegenentwürfe, die in der Nachkriegsgesellschaft allesamt scheitern.