Über das Werk
Die drei Pintos ist eine komische Oper, die Carl Maria von Weber ab 1821 nach einem Libretto von Theodor Hell komponierte, bei seinem Tod 1826 jedoch nur in Skizzen hinterließ. Erst Gustav Mahler vollendete das Fragment im Auftrag von Webers Enkel Carl von Weber und dirigierte die Uraufführung am 20. Januar 1888 am Neuen Stadttheater Leipzig.
Handlung
Don Pinto reist zur arrangierten Hochzeit mit Clarissa, der Tochter Don Pantaleones, wird unterwegs jedoch von dem Lebemann Don Gaston überlistet, der sich selbst als „Don Pinto“ ausgibt und mit einem dritten Nebenbuhler um Clarissas Hand konkurriert. Aus der Verwechslungskomödie um die drei vermeintlichen „Pintos“ entwickelt sich am Ende die Liebesheirat zwischen Clarissa und Don Gaston.
Kulturelle Bedeutung
Mahler erweiterte Webers Fragment auf 21 Musiknummern, unter anderem mit Vertonungen weiterer Weber-Lieder; die Leipziger Uraufführung wurde zum gesellschaftlichen Ereignis, doch nach Mahlers Tod 1911 verschwand das Hybridwerk weitgehend vom Spielplan.