Die Braut von Messina
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Die Braut von Messina

Friedrich Schiller
Theater · 1803
TragödieKlassiker

Über das Werk

Die Braut von Messina ist ein Trauerspiel mit Chören, das Friedrich Schiller 1803 verfasste und das am 19. März 1803 am Weimarer Hoftheater uraufgeführt wurde – in einer kleinen Rolle als Page trat Schillers neunjähriger Sohn Karl auf. Mit dem Stück wollte Schiller die antike Tragödie im Stil von Sophokles und Euripides mit den Mitteln des modernen Theaters verbinden.

Handlung

Fürstin Isabella offenbart ihren zuvor verfeindeten, nun versöhnten Söhnen Manuel und Cesar, dass sie eine Schwester haben, die aus Furcht vor einer alten Prophezeiung in einem Kloster aufwuchs. Beide Brüder haben sich, ohne es zu wissen, in dieselbe Frau, Beatrice, verliebt. Aus Eifersucht ersticht Cesar seinen Bruder Manuel; als die wahre Verwandtschaft ans Licht kommt, wählt er aus Reue den Tod.

Kulturelle Bedeutung

Ungewöhnlich für die Gattung ist der Chor in zwei Parteien geteilt, die jeweils zu einem der Brüder halten und aktiv ins Geschehen eingreifen, statt wie in der Antike nur zu kommentieren. Die Uraufführung fiel durch, und das Stück galt lange als schwächeres Werk Schillers; Clemens Brentano etwa revidierte sein anfängliches Urteil über die steifen Chöre erst 1814.

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