Über das Werk
Die Brandenburger in Böhmen (tschechisch Braniboři v Čechách) ist Bedřich Smetanas erste Oper, komponiert 1862/63 nach einem Libretto von Karel Sabina auf Grundlage eines historischen Romans von Josef Kajetán Tyl. Die Uraufführung fand am 5. Januar 1866 am Prager Interimstheater statt; mit dem Werk gewann Smetana zugleich einen Wettbewerb um die erste tschechische Nationaloper.
Handlung
Die Oper spielt 1279 in Prag nach dem Tod König Ottokars II., als brandenburgische Besatzungstruppen die Stadt kontrollieren und der deutsche Verräter Tausendmark die Töchter des Bürgermeisters Volfram entführt. Die junge Ludiše liebt den treuen Junoš statt des Besatzers, während ein von Jíra angeführter Aufstand der einfachen Bevölkerung gegen die Fremdherrschaft ausbricht. Am Ende wird der Verräter entlarvt, die Entführten werden befreit, und die Brandenburger müssen abziehen.
Kulturelle Bedeutung
Als erste vollendete tschechischsprachige Nationaloper begründete das Werk Smetanas Ruf als Vater der tschechischen Musik; nach anfänglich großem Erfolg vor tschechischem wie deutschem Publikum konnte es sich international nicht dauerhaft behaupten und wird heute vor allem in Tschechien gespielt.