Die Bassariden
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Die Bassariden

Hans Werner Henze
Oper · 1966
TragödieKlassiker

Über das Werk

Opera seria mit Intermezzo in einem Akt (vier Sätzen) von Hans Werner Henze zu einem Libretto von W. H. Auden und Chester Kallman nach Euripides' Tragödie „Die Bakchen", uraufgeführt am 6. August 1966 im Großen Festspielhaus Salzburg unter der Leitung von Christoph von Dohnányi mit den Wiener Philharmonikern. Auden hatte Henze 1962 auf den antiken Stoff aufmerksam gemacht; die Komposition entstand ab Ende 1964 innerhalb knapp eines Jahres.

Handlung

Der junge thebanische König Pentheus verbietet den neu aufkommenden Kult des Gottes Dionysos und lässt dessen Anhängerinnen verfolgen. Von Dionysos in Frauenkleider gelockt, beobachtet Pentheus heimlich die rauschhaften Riten auf dem Berg Kithairon – und wird dort von den Bacchantinnen, angeführt von seiner eigenen, im Wahn befindlichen Mutter Agaue, für ein wildes Tier gehalten und getötet. Am Ende verbannt Dionysos die gesamte Königsfamilie aus Theben und erhebt sich selbst zum Gott.

Kulturelle Bedeutung

Als Henzes erste durchkomponierte, symphonisch angelegte Oper gilt das Werk als bewusste Auseinandersetzung mit Wagners Musikdrama. Die Uraufführung wurde zunächst zurückhaltend aufgenommen; erst eine Londoner Inszenierung 1974 rückte die politische Dimension des Konflikts zwischen Triebunterdrückung und fanatischer Ordnungsmacht stärker in den Vordergrund und etablierte das Werk als eine von Henzes bedeutendsten Opern.

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