Die Babylonier
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Die Babylonier

Aristophanes
Theater · -426
KomödieKlassiker

Über das Werk

Aristophanes' Komödie wurde 426 v. Chr. bei den Dionysien in Athen aufgeführt, vermutlich sein zweites Stück. Weil er als Dichter für eine Produktion unter eigenem Namen noch zu jung war, meldete Kallistratos das Werk an. Die Aufführung gewann den ersten Preis – für Aristophanes den ersten überhaupt.

Handlung

Vom Stück sind nur einzelne Fragmente erhalten. Der Chor stellte die mit Athen verbündeten Städte als Sklaven dar, die für den Politiker Kleon an der Handmühle schuften – ein Bild für ihre Abhängigkeit vom Attischen Seebund. Vorgetragen vor den zum Fest angereisten Gesandten der Bündnisstädte, griff die Komödie offen die athenische Bündnispolitik und Kleons Demagogie an.

Kulturelle Bedeutung

Kleon reagierte mit einer Klage wegen Verleumdung der Polis vor Bürgern und Fremden; sie blieb für Aristophanes folgenlos, der Kleon in späteren Stücken wie „Die Ritter“ 424 v. Chr. weiter angriff. „Die Babylonier“ gilt als früher Beleg für die offene politische Kritik der Alten Komödie und als Beginn der jahrelangen Fehde zwischen Dichter und Politiker.

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