Über das Werk
Oper in zwei Akten von Richard Strauss nach einem Libretto von Hugo von Hofmannsthal, entstanden 1923–1927 als fünfte gemeinsame Arbeit der beiden. Die Uraufführung fand am 6. Juni 1928 am Opernhaus Dresden unter Fritz Busch statt; die für Maria Jeritza vorgesehene Titelpartie sang wegen eines Gagenstreits stattdessen Elisabeth Rethberg.
Handlung
Nach der antiken Gegenlegende, wonach nicht Helena selbst, sondern nur ein Trugbild von ihr mit Paris nach Troja floh, holt der siegreiche Menelas seine tatsächlich treue Gattin aus Ägypten heim. Ein Zaubertrank soll seine Erinnerung an die vermeintliche Untreue löschen, doch erst als Menelas Helena in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit annimmt, finden die beiden zueinander.
Kulturelle Bedeutung
Die Dresdner Uraufführung fiel durchwachsen aus, weshalb Strauss und Hofmannsthal das Werk 1933 für Wien überarbeiteten. Es gilt als eines der musikalisch anspruchsvollsten, aber seltener gespielten Werke der beiden und war eine ihrer letzten gemeinsamen Opern vor Hofmannsthals Tod 1929.
