Deutsches Haus
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Deutsches Haus

Annette Hess
Theater · 2018
DramaZeitgenossen

Über das Werk

„Deutsches Haus“ ist der erste Roman der Drehbuchautorin Annette Hess, bekannt durch Fernsehserien wie „Weissensee“ und „Ku’damm 56“; er erschien am 21. September 2018 im Ullstein Verlag. Das Buch wurde zum Bestseller, in fast 30 Sprachen übersetzt und 2023 von Hess selbst als Serie verfilmt. Die erste Bühnenfassung erarbeiteten Jorinde Dröse und Johanna Vater; Dröse inszenierte die Uraufführung am 11. September 2026 am Thalia Theater Hamburg.

Handlung

Frankfurt am Main, 1963: Eva Bruhns, jüngste Tochter der Wirtsleute des Lokals „Deutsches Haus“, arbeitet als Dolmetscherin für Polnisch und steht kurz vor der Verlobung. Gegen den Willen ihrer Familie und ihres Verlobten Jürgen übersetzt sie im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess die Aussagen polnischer Zeugen. Je tiefer sie in die Verhandlungen gerät, desto deutlicher zeigt sich, dass auch ihre eigenen Eltern mit dem Lager verbunden waren – der Vater arbeitete dort als Koch einer SS-Kaserne.

Kulturelle Bedeutung

Der Roman verknüpft ein Familiendrama mit einem Schlüsselereignis der bundesdeutschen Vergangenheitsbewältigung und fragt nach Verdrängung, Mitwisserschaft und Schuld der Nachkriegsgesellschaft. Die Kritik fiel geteilt aus: Während die FAZ den Stoff als mutig gewählt würdigte, bemängelte die Süddeutsche Zeitung eine triviale Erzählweise; beim Publikum war das Buch ein großer Erfolg.

Community-Bewertung
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Kommende Aufführungen
Thalia Theater · Hamburg
4. Oktober 2026 · 8×
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