Über das Werk
Musikalische Komödie in sechs Bildern für Sprecher, Solisten und Orchester, Richard Strauss' letztes Bühnenwerk. Der Benediktinerabtei Ettal für ihr Gymnasium zugesagt, komponierte Strauss 1947–1949 nach einem Libretto von Hans Adler, das eine Episode aus Christoph Martin Wielands Satire „Die Abderiten“ aufgreift; bei Strauss' Tod 1949 blieb die Partitur unvollständig und wurde von Karl Haußner fertiggestellt und orchestriert.
Handlung
In der antiken Kleinstadt Abdera streiten ein Zahnarzt und ein Eseltreiber vor Gericht: Der Zahnarzt hat den Esel gemietet, um im Schatten des Tieres Rast zu machen, doch der Treiber beharrt darauf, nur das Tier, nicht dessen Schatten vermietet zu haben. Während sich die Bürger in einem endlosen Prozess verzetteln, geht der vernachlässigte Esel zugrunde.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung fand erst 15 Jahre nach Strauss' Tod statt, am 7. Juni 1964 in der Benediktinerabtei Ettal, für deren Schüler das Werk ursprünglich gedacht war. Als Auftragswerk für eine Schule blieb es im Repertoire meist der Jugend- und Schulopernbühne vorbehalten.