Über das Werk
Posse mit Gesang in drei Akten von Johann Nestroy, uraufgeführt am 9. April 1844 im Theater an der Wien als Benefizvorstellung für den Autor; die Musik schrieb Adolf Müller senior. Als Vorlage diente das Pariser Vaudeville „L'homme blasé“ von Duvert und Lauzanne, das erst wenige Monate zuvor, im November 1843, uraufgeführt worden war.
Handlung
Der gelangweilte Kapitalist Herr von Lips will aus reiner Übersättigung die erstbeste Frau heiraten und verlobt sich mit Madame Schleyer. Nach einem Sturz vom Balkon flieht er, als Landarbeiter verkleidet, auf einen Pachthof, wo ihn die Magd Kathi und der eifersüchtige Schlosser Gluthammer für jemand anderen halten. Aus den Verwechslungen löst sich am Ende, dass Lips echte Zuneigung zu Kathi findet.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück wurde allein 1844 über fünfzig Mal gespielt und setzte sich gegen eine konkurrierende Bearbeitung desselben Stoffs durch Joseph Kupelwieser durch. Egon Friedell sah darin später eine schärfere Parodie auf den Byronismus als vergleichbare Werke der Zeit.