Über das Werk
Der Zarewitsch ist eine Operette in drei Akten mit Musik von Franz Lehár und einem Libretto von Heinz Reichert und Bela Jenbach nach dem gleichnamigen Schauspiel von Gabriela Zapolska. Lehár komponierte das Werk als Vehikel für den Tenor Richard Tauber; die Uraufführung fand am 16. Februar 1927 am Deutschen Künstlertheater Berlin statt, mit Tauber und Rita Georg in den Hauptrollen.
Handlung
Der junge Thronfolger Alexej verweigert sich dem höfischen Leben und der ihm zugedachten Verlobung. Der Hof schickt ihm heimlich die als Tscherkessin verkleidete Sonja, die ihn für die Liebe gewinnen soll – und tatsächlich verlieben sich beide ineinander. Als der Hof die Beziehung zu hintertreiben versucht, fliehen Alexej und Sonja gemeinsam nach Neapel, bis ihn die Nachricht vom Tod des Zaren zur Rückkehr nach Russland und zur Trennung von Sonja zwingt.
Kulturelle Bedeutung
Mit seinem unglücklichen Ausgang und der melancholischen Grundstimmung markiert das Werk Lehárs Wende zu ernsteren, opernnahen Stoffen in seinem Spätwerk. Das „Wolgalied“ aus dem ersten Akt wurde zu einem der meistgesungenen Lehár-Schlager.