Über das Werk
Comédie lyrique (Opéra comique) in drei Akten von Luigi Cherubini nach einem Libretto von Jean-Nicolas Bouilly, uraufgeführt am 16. Januar 1800 am Théâtre Feydeau in Paris. An deutschsprachigen Bühnen ist das Werk seit den ersten Übersetzungen von 1801 unter dem Titel „Der Wasserträger" bekannt.
Handlung
Der Wasserträger Mikéli verhilft dem vor Kardinal Mazarin flüchtenden Parlamentspräsidenten Armand und dessen Frau Constance zur Flucht aus Paris: Er schmuggelt Constance mit falschen Papieren aus der Stadt und versteckt Armand in einem Wasserfass, später in einem hohlen Baum. Am Ende erwirkt Königin Anna von Österreich die Begnadigung des Paares.
Kulturelle Bedeutung
Mit 56 Vorstellungen allein im Uraufführungsjahr wurde das Werk Cherubinis erfolgreichste Oper und gilt als früher Vertreter der „Rettungsoper". Beethoven, der die Partitur auf seinem Schreibpult liegen hatte, ließ sich beim Komponieren seines „Fidelio" nachweislich davon anregen; auch Goethe schätzte den Stoff und brachte das Werk 1803 in Weimar auf die Bühne.
