Über das Werk
Posse mit Gesang in drei Aufzügen von Johann Nestroy, uraufgeführt am 2. Mai 1846 im Leopoldstädter Theater in Wien als Benefizvorstellung für den Autor. Nestroy griff dafür ein Motiv aus Michel Massons Erzählung „Le grain de sable“ auf und übertrug es nach Wien.
Handlung
Der intrigante Sekretär Puffmann verbreitet eine Lüge, um eigenes Fehlverhalten zu vertuschen, und bezichtigt dabei Klara, die Schwester des Zimmermanns Peter Span, einer unsittlichen Beziehung. Klara verliert dadurch ihren Verlobten und gerät in Verruf, bis der einfache, aber aufrechte Peter Span die Verleumdung aufdeckt und ihre Ehre wiederherstellt.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück gilt als Wendepunkt in Nestroys Schaffen, weg von der reinen Posse hin zum sozialkritischen Volksstück, das die Ehre auch einfacher Leute verteidigt. Es wurde zu Nestroys Lebzeiten 92-mal gespielt und von der Kritik als bedeutendste dramatische Leistung der Saison gefeiert.